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H - K

Haftfläche

Der Teil der Fugenflanke, der mit dem Dichtstoff in direkten Kontakt kommt.

Haftvermittler (Primer)

Haftvermittler (Primer) haben die Aufgabe, die Haftung von Dichtstoffen auf Werkstoffoberflächen zu verbessern. Der einzusetzende Primer richtet sich sowohl nach der Art des Werkstoffes als auch nach dem Dichtstofftyp. Für jede Dichtstoff-/Werkstoffkombination existieren daher Primerempfehlungen, die der jeweiligen Haftungstabelle zu entnehmen sind.

Hautbildungszeit

Die Hautbildungzeit ist die Zeitspanne zwischen Ausspritzen und beginnender Hautbildung an der Oberfläche des Dichtstoffes. Sie gilt nur für einkomponentige Dichtstoffe und ist neben der Umgebungstemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit abhängig vom Vernetzungssystem und der Dichtstoffrezeptur. In der Praxis wird die Hautbildungszeit durch vorsichtiges Berühren mit dem Finger bestimmt. Kurze Hautbildungszeiten erschweren das Bearbeiten und Glätten, lange Hautbildungszeiten bergen die Gefahr, dass sich während der Hautbildung Schmutz auf der Oberfläche anlagern kann, der nicht oder nur schwer entfernbar ist.

Hinterfüllmaterial

Dies ist ein Material, das zur Begrenzung der Dicke des Dichtstoffes in die Fuge eingebracht wird und so das rückseitige Profil des Dichtstoffes bestimmt. Hinterfüllmaterialien können aus offenporigem (PUR) und geschlossenzelligem, nichtwassersaugendem (PE) Kunststoffschaum bestehen. Für bestimmte Fugenbereiche sind PE-Materialien in Form einer Rundschnur vorgeschrieben:

- Bauteilfugen nach DIN 18540
- Fenster-Anschlussfugen
- Bodenfugen
- Sanitär- und Nassfugen

Hohlraumausfüllung

Die Hohlraumausfüllung ist ein teilweises oder vollständiges Ausfüllen des Hohlraumes zwischen der raumseitigen und der außenseitigen Anschlussfuge eines Bauelementes zum Baukörper, z. B. mit PURMontageschaum. Die Hohlraumausfüllung ist aus Wärme- und Schallschutzgründen z. B. bei Fensterelementen vorgeschrieben.

Kohäsionsbruch/-riss

Der Kohäsionsbruch ist ein unerwünschter Materialbruch innerhalb des Dichtstoffes. Er ist im Allgemeinen ein Zeichen der Überforderung eines Dichtstoffes durch z. B.:

- Zu hohe auftretende Bewegungen im Fugenbereich
- Verstrammung des Dichtstoffes
- Falsche Fugendimensionierung (zu geringe Fugenbreite, schwankende bzw. zu geringe Dicke des Dichtstoffes)
- Dreiflankenhaftung